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Wienhold Blockhaus Info: WärmeschutzVorteile des baulichen Wärmeschutzes
Wärmeschutzverordnung und Niedrigenergiehäuser Der Begriff Niedrigenergiehaus ist nicht geschützt und auch gesetzlich nicht fixiert. Einzig die Steuerbehörden haben definiert das die Vorgaben der alten Wärmeschutzverordnung um 25% unterschritten werden müssen um die entsprechende Förderung zu erhalten. Bei einem Energieverbrauch von weniger als 15 kWh/m² spricht man im allgemeinen von einem Passivenergiehaus. Wärmeschutz: Theorie Der Wärmeübergang entsteht wenn eine Bauteiloberfläche eine zur Umgebung unterschiedliche Temperatur hat. Es fließt dann ein Wärmestrom von z.B. der Raumluft an das kalte Fenster. Wärmeleitung tritt dann innerhalb des Bauteils auf wenn die Wärme von der Bauteilinnenfläche aufgenommen wurde und dann z.B. an die kalte Außenseite weitergeleitet wird. Die Wärmeleitfähigkeit ist die Energie die durch eine 1 m² große und 1 m dicke Wand geleitet wird wenn sich die Oberflächentemperaturen um 1° K unterscheiden. An der Außenwand findet dann wieder ein Wärmeübergang statt. Der Wärmedurchgangskoeffizient (früher k-Wert heute U Wert) gibt die Wärmemenge an die von einem Raum (z.B. innen) durch ein Bauteil (z.B. Wand, Dach) hindurch in einen anderen Raum (z.B. außen) übertragen wird wenn man nur einen Quadratmeter und einen Temperaturunterschied von einem Grad zu Grunde legt. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist also die Zusammenfassung aller Wärmeübergang und Wärmeleitungsprozesse durch ein Bauteil. Beispiel: k-Wert 0,6 W/m²K; Fläche 10 m²; innen 20°; außen 0° Die k-Wertberechnung für die einzelnen Bauteile eines Hauses ist in der Regel sehr einfach, da für die meisten Bauteile die Wärmeleitungswiderstände genormt oder in Tabellen angegeben sind. Mittels einfacher Addition der Werte können so auch komplizierte mehrschichtige Bauteile berechnet werden. Der neue U-Wert ist etwas komplizierter, da die in vielen Konstruktionen vorhanden Fugen besser berücksichtigt werden. Der U-Wert ist daher fast immer etwas schlechter als der k-Wert. Die Wärmekapazität gibt an wie viel Wärme benötigt wird um ein Bauteil um 1 ° K zu erwärmen. Baustoffe mit einer hohen Wärmekapazität benötigen mehr Wärme um sich zu erwärmen oder benötigen länger um sich wieder abzukühlen. Der Wärmeeindringungskoeffizient dient zur Beurteilung von Stoffen bei kurzzeitigen Wärmeströmungsvorgängen (z.B. Aufwärmen von Wänden bei kurzzeitiger Aufheizung oder Abkühlung (Lüftung); Temperaturempfindung beim Berühren; Fußwärme von Böden ...). Ein Stoff entzieht z.B. bei der Berührung mit der Hand oder dem Fuß dem menschlichen Körper um so weniger Wärme, fühlt sich daher um so Wärmer an, je kleiner sein Wärmeeindringungskoeffizient ist. Bauteile mit Oberflächenschichten aus Stoffen kleiner Wärmeeindringungskoeffizienten heizen sich schneller auf als solche, deren Oberfläche aus einem Material mit großen Wärmeeindringungskoeffizienten besteht. Baustoffe im Vergleich:
Wenn Sie jetzt die oben angegeben Stoffwerte vergleichen können Sie
feststellen, das Holz in allen Punkten durch seine hervorragenden Werte auffällt. Im
Vergleich zu den klassischen Mauerwerkstoffen ergibt sich ein um 6-16 mal bessere
Isolierung. Tatsächlich werden Isolierstoffe mit der gleichen Wärmeleitfähigkeit wie
Holz verkauft (Blähton). Bei der für das Wohlfühlen so wichtigen Wärmeeindringung ist
Holz 2-3 mal Besser als die klassischen Mauerwerkstoffe. Dazu kommt jetzt noch die
überdurchschnittliche Wärmespeicherfähigkeit die für eine unerreichte ausgleichende
Temperierung der Räume sorgt. Wärmeschutz: wo? In diesem Abschnitt wird untersucht wo welche Wärmedämmung sinnvoll ist. Dazu steht am Anfang erst einmal die grundsätzliche und viel diskutierte Frage ob die Dämmung an der Innen oder an der Außenseite sinnvoll ist. Physikalisch betrachtet ist die Sache ganz einfach. Der Temperaturverlauf in der Wand lässt eine außen liegende Isolierung der Außenwände als sinnvoll erscheinen. In der Praxis des modernen Blockhausbaus müssen aber neben den physikalischen Gegebenheiten noch andere Faktoren berücksichtigt werden. Im Gegensatz zu Mauerwerk leitet Holz die Wärme sehr schlecht. Die physikalische Forderung nach einer außen liegenden Isolierung hat daher bei weitem nicht die gleiche Bedeutung wie beim konventionellen Bauen. Vorteile der Außendämmung beim Blockhaus
Nachteile der Außendämmung beim Blockhaus
Vorteile der Innendämmung beim Blockhaus
Nachteile der Innendämmung beim Blockhaus
Fazit: Wenn man also die größten Vorteile der außen liegenden Wärmedämmung ( Feuchteschutz und Wärmespeicherung) den größten Nachteilen (teuer, Setzungen, Optik, Lebensdauer) bewertet kommt fast jeder Bauherr zur innen liegenden Dämmung. Inzwischen werden auch Blockhausmodelle angeboten bei den versucht wir die Vorteile beider Systeme zu vereinen. Dazu zählt im wesentlichen die Wandkonstruktion mit zwei parallelen Blockbohlen 70-90 mm dick mit einem inneren Ständerwerk. Die Isolierung wird dann zwischen den Blockbohlen angeordnet. Der Wandaufbau ist durch den größeren Materialaufwand teurer. Die Montage ist schwieriger. Im Innenraum ist mit Setzungen zu rechen und die Innenwände müssen auch aus dem teuren Blockmaterial gefertigt werden. Dazu kommen gestalterische Einschränkungen (nur 90° Winkel). Trotzdem ist diese Variante wirklich interessant. Wärmeschutz wie? Außenwände Dämmung mit Naturfaserdämmstoffmatten zwischen den Ständern. Die Matten müssen an den Ständern befestigt werden um ein zusammensacken zu verhindern. Je nach Wandaufbau ist an der Innenseite eine zusätzliche Dampfbremse notwendig. Feuchte ist nur bei extrem dünner innerer Beplankung ein Problem. Dach Hier ist der Feuchteschutz ein wesentlich größeres Problem, da die äußere Dachhaut wesentlich größeren Temperaturschwankungen unterliegt und keine Isolierung bietet. Der ideale Dachstuhl ist daher nicht ausgebaut und hat permanent offene Öffnungen um den Dachstuhl zu belüften. Die Isolierung wird dann im Boden des Dachstuhls eingebaut. Feuchteschäden können so komplett ausgeschlossen werden. In allen anderen Fällen ist auf eine sorgfältige Ausführung des Dachaufbaus und eine dichte Verarbeitung der Folien größten Wert zu legen. Fußböden Holzfußböden sind auf Grund der guten Eigenschaften des Holzes in der Regel unproblematisch. Selbst über dem kalten Keller ist Isolierung ein Feature und kein muß. Innenwände Die Innenwände zu kalten Räumen sollten eine Wärmeschutzisolierung erhalten. Die gilt auch für Räume mit großen Temperaturunterschieden wie z. B. Badezimmer. Die Isolierung der anderen Wände gilt hauptsächlich dem Schallschutz. Besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Feuchte und insbesondere zum austrocknen der Räume sollte der Sauna, dem Bad und dem Wäschetrockenplatz gewidmet werden. Hier empfiehlt sich normalerweise der Einbau einer massiven Dampfsperre aus Aluminiumfolie und ein funktionierendes Entlüftungssystem. Keller Der Keller wird in der Regel mit einer komplett außen liegenden Isolierung möglichst großer Dicke gedämmt. Dies gilt insbesondere auch für die Bodenplatte. Üblicherweise werden Schaumstoffplatten verwendet. Eine Dampfbremse ist in der Regel nicht notwendig. Wärmeschutz: ökonomisch Nur die wenigsten unter uns haben das Geld um eine beliebig dicke Isolierung um
das Haus zu legen. Es ist daher äußerst wichtig die Wirkung der eingeplanten Isolierung
im Voraus abzuschätzen. Hier decken sich die Ziele des Bauherren mit den Zielen des
Umweltschutzes. Wenn der Bauherr durch geeignete Beratung in die Lage versetzt wird das
wenige vorhandene Geld wirklich effektiv einzusetzen wird der Umwelt und der
Wirtschaftlichkeit des Gebäudes gutes getan. Unsinnig nach Schema "F" montierte
Isolation schadet dagegen. Das Gebäude ist unwirtschaftlich, die Umwelt wird unnötig
belastet und zu allem Überfluss vergeudet auch die Montage und Herstellung der falsch
montierten Isolierung Geld und Rohstoffe.
Bild: Wärmeverluste bei einem konventionellem Wohnhaus Die obige Grafik gilt für konventionelle Bauweise. Wie Sie sehen beträgt der
optimierte Wärmeverbrauch 12500 kWh. Wenn keine Lüftungswärmerückgewinnung installiert
wurde kommen da dann 8300 kWh Lüftungswärmeverluste hinzu. Es wird also schnell klar das
ab einer bestimmten Isolierungsqualität die Lüftungswärmeverluste mehr Energie
verbrauchen als die Verluste durch Transmission. Wärmeschutz im Wandel der Zeit Wenn man dann zusätzlich den sich mit zunehmender Dicke der Isolierung
vermindernden Effekt auf die Wärmeverluste mit in Betrachtung zieht wird schnell klar
warum alle Welt von kontrollierter Lüftung und Luftaustauschsystemen redet. Noch hat der
Standard unserer Gebäude diese Stadium nicht erreicht. Spätestens aber mit der nächsten
WschVo (2001) wird aber das Stadium erreicht bei dem die Einsparungen durch
zusätzliche Isolierung den Aufwand nicht mehr rechtfertigen. Wesentlich mehr bringt dann
eine obligatorische solare Wärmegewinnung oder eben das Wärmerückgewinnungssystem.
Letzt endlich führt alles zu dem Ziel ein Passivenergiehaus zu bauen. Das ist sicher in
bestimmten Fällen auch heute schon möglich. Aber die Nachteile sind gravierend. Die
Häuser fügen sich in der Regel nicht in die bestehende Bebauung ein. Auch kann nicht
jeder Hausbesitzer eine freie Südseite vorweisen ...
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